Die zukünftige Nutzung des Rittergutes, sieht ein vielseitiges und umfangreiches Angebot vor.

So soll das Gelände als Lebenshaus dienen für Angebote zur Lebensgestaltung und Orientierung in kritischen Übergangszeiten und Arbeitshaus mit Werkstätten und Wohnungen für Mitarbeiter. Vorgesehen ist auch ein Gästehaus für Bürgerinitiativen, Seminare und Selbsthilfegruppen, sowie eine Kulturscheune für Veranstaltungen, Ausstellungen und zur Integration örtlicher Vereine. Das Gebäude E (siehe Abb. Lageplan) wird zu einem Ausbildungszentrum ausgebaut zur Ausbildung von Mechatronikern mit integrierter Produktion.

Für die Umsetzung einer solch weitreichenden Vision bedarf es nicht allein der finanziellen Unterstützung, sondern auch des tatkräftigen Engagements freiwilliger Helfer und arbeitswilliger Menschen.

Seit 17. April 2005 kommen zusätzlich zu den jugendlichen Mitlebenden und ABM-Kräften, Teilnehmer für Arbeitsgelegenheiten zum Einsatz. Bei der Stiftung werden vorrangig Menschen bis 25 und über 50 Jahren befristet auf ein halbes Jahr beschäftigt. Im Schnitt sind 35-45 Menschen zeitgleich innerhalb der Stiftung tätig. Viele ALG-II-Bezieher fühlen sich nicht gebraucht oder ausgegrenzt. Hier sehen wir als Stiftung Handlungsbedarf und uns unseren Grundsätzen verpflichtet, gerade diesen Menschen zu helfen, ihren Selbstwert zu entdecken und diesen nicht allein über die Arbeit definieren zu wollen. Wir wollen die Möglichkeit bieten sich wieder in die Gesellschaft einzubringen, einem geregelten Tagesablauf nachzugehen und sich so für eine künftigen Arbeitgeber attraktiver zu machen.

Gleichzeitig bieten wir Rahmenbedingungen für die Suche nach einem neuen Job, durch die Bereitstellung von kostenlosen Internetplätzen und einer persönlichen Beratung. Gerade Dank dieser Mitarbeiter, aber auch der vielen ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer geht der Ausbau zügig voran. Seit Anfang 2005, nach der Fertigstellung des ersten Gebäudes (B – Arbeitshaus), wird dieses schon im vollen Umfang genutzt und zahlreiche Veranstaltungen konnten in den letzten Jahren stattfinden. Jetzt im Frühjahr 2008 steht das Gästehaus mit den letzten Innenausbaumaßnahmen kurz vor seiner Vollendung.

So können wir optimistisch in die Zukunft blicken und das gemeinsame Ziel rückt wieder ein Stück näher.