Das Rittergut war der Siedlungsursprung Limbachs. Der Ort wurde 1334 das erste Mal urkundlich erwähnt. Es wird vermutet , dass das Herrenhaus zunächst eine Wasserburg war. Aus dieser entwickelte sich eine vierseitige Hofanlage. Prägend für das Aussehen des Herrenhauses war die Renaissance (16. Jahrhundert). Gut zu erkennen ist das zum Beispiel am Eingangsportal und den Fenstern des Treppenturmes. Die Dachhaube des Turmes wurde im Barock (17. Jahrhundert) aufgesetzt. Die Wirtschaftsgebäude wurden um 1840 erbaut.

Das Besondere an der Baustruktur ist, dass sich in ihr mehrere Baustile miteinander vereinen.

 


Historische Fakten zum Rittergut:
  

Der Erstbesitzer des Herrensitzes Limbach war ein Ritter namens Adal-bert von Daubenheim.

Um 1458 kaufte es Hans von Schön-berg von einem Georg Taubenheim.

Ab 1458 war das Rittergut (mit kurzer Unterbrechung im 16. Jhd.) bis 1945 im Besitz der Familie von Schönberg.

1850 hat Arluis von Schönberg das gesamte Rittergut sanieren lassen.

 1908-1931 verpachtete der Besitzer von Schönberg das Rittergut der Familie des Pächters Georg Obendorfer. So wurde das Gut zu einem Pachtbetrieb mit landwirtschaftlicher Nutzung. Es wurden Zuckerrüben, Weizen und Roggen angebaut und in Teilen des Gebäudes hinter dem Herrenhaus war eine Schnapsbrennerei untergebracht in der Rüben und Kartoffeln verarbeitet wurden.

Am 29.12.1913 wurde ein elektrischer Personen-Aufzug mit Druckknopf-steuerung eingebaut. (Nach 1945 entfernten russische Besatzungstrup-pen den Fahrstuhl für ein Lazarett in  Dresden. Der Fahrstuhlschacht wurde 2002 abgerissen.)
 
Ab Oktober 1919 kamen als Ersatz für mangelnde Arbeitskräfte Kriegs-gefangene des 1. Weltkriegs aus dem Kriegsgefangenenlager Bautzen zum Einsatz.
 
Um 1925 arbeiteten insgesamt 150 Menschen unterschiedlichster Berufe im Rittergut, diese Anzahl entspricht nahezu der damaligen Gesamtbevölkerung Limbachs.

Am 10. April 1924 kamen zum ersten Mal 28 Artamanen auf das Rittergut Limbach. Die Artamanen waren der erste Jugendbund, der die Arbeit auf dem Lande zu seinem Ziel erhob. Dieser Bund nahm innerhalb der Gruppen der „Völkischen Bewegung“ durch seinen stark ausgeprägten Rassismus eine Sonderstellung ein. Er ging 1933 in der NSDAP auf.

In der Zusammenfassung werden historische Fakten über die Artamanenbewegung aufgeführt.

Die Stiftung Leben und Arbeit distanziert sich entschieden von dieser Bewegung.