Auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens gründete im Herbst 2000 die evangelische Kommunität "Christusträger" des Klosters Triefenstein am Main eine Außenstation in Meißen. 

Als Mitglied der evangelischen Bruderschaft, lernte Werner Reinhuber (Bruder Martin) im Rahmen eines Anerkennungsjahres als Arbeitstherapeut die Jugendclubs rund um Wilsdruff kennen und wurde mit der schwierigen Situation der Jugendlichen konfrontiert.

In Limbach, einem Ortsteil von Wilsdruff, wurde zu dieser Zeit der Jugendclub geschlossen, da es Konflikte mit rechtsorientierten Jugendlichen gab. Durch die Arbeit und Auseinandersetzung mit den Jugendlichen sowie in Gesprächen mit Vertretern der Kommune, der Kirche und Unternehmern entstand - auch aus der aktuellen öffentlichen Diskussion um Werte und Orientierung in einer sich wandelnden Gesellschaft - die Idee, eine Stiftung "Leben und Arbeit" zu gründen. Die Stadtverwaltung Wilsdruff suchte zur gleichen Zeit, ein Nutzungskonzept für dass dem Verfall preisgegebene Gelände des "Ritterguts Limbach".

So war schnell der Entschluss gefasst, hier ein europäisches Kultur- und Begegnungszentrum mit Schwerpunkt auf der Jugendarbeit entstehen zu lassen. Im Oktober 2001 begannen die ersten Arbeiten mit 20 ABM-Kräften im aus dem 16. Jahrhundert stammenden Rittergut. Am 31.05.2002 fand ein erster Arbeitskreis statt, mit dem Ziel die Rahmenbedingungen und  die Finanzierbarkeit eines solchen Projektes zu erarbeiten.

Mit diesem sozialen Engagement sollen der Resignation, Perspektivlosigkeit und rechtsorientierten Tendenzen in der ländlichen Region konstruktiv etwas entgegengesetzt werden. Der Stadtrat übertrug 2002 per Beschluss die Flurstücke des Rittergutes und stimmte der Unterzeichnung der Stiftungsurkunde zu.

Diese erfolgte am 08.09.2002 durch die sieben Mitglieder des Stiftungsrates: Arndt Steinbach, als Bürgermeister für die Stadt Wilsdruff; Andreas Stempel, Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenbezirks Meißen; Jürgen Menzer, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater aus Grumbach; Bruder FritzKraft von der evangelischen Christusträger Bruderschaft, die Unternehmer Markus und Thomas Speidel aus Markgröningen und Daniel Saluz, Gymnasiallehrer und, Historiker aus Chur in der Schweiz.

Das Anfangsvermögen der Stiftung betrug 500 000 Euro, eingebracht haben es die Stifter. Zum Geschäftsführer der Stiftung Leben und Arbeit wurde Werner Reinhuber (Bruder Martin). 

von links hinten: Fritz Kraft (Br. Fritz), Stiftungsrat, Markus Speidel, Stiftungsrat, Werner Reinhuber (Br. Martin), Vorstandsvorsitzender, Annemarie Henker, Vorstand, Arndt Steinbach, Stiftungsratsvorsitzender von vorn: Thomas Speidel, Stiftungsrat, Daniel Saluz, Stiftungsrat, Andreas Stempel, Stiftungsrat und Vorstand, Jürgen Menzer, Stiftungsrat und Vorstand